3 Tage in weiss – Snowboarden am Mont Blanc – Teil II


Hier nun die Fortsetzung zu Teil 1… Ich versuche mich nun also an der roten langen Abfahrt.

Hinauf gehts wieder mit der Gondel und oben angekommen, nach unten schauend (ziemlich steil), bin ich ein wenig besorgt ob das gut geht. Ich fahre also los und siehe da es klappt. An sehr steilen Stellen verzichte ich zunächst auf das übliche Kurven (Kantenwechsel). Ich versuche den Überblick zu behalten und noch einmal zu dieser Gondel-Station zu kommen. In der Gondel habe ich einen Gast (Brite asiatischer Abstammung) der auch mit dem Snowboard und Freunden unterwegs ist. Ich schließe mich der Gruppe an und kann einigermaßen mithalten. So mache ich meine ersten Tiefschnee-Erfahrungen leicht abseits der Piste und schaffe sogar einen kleinen Sprung. Mein Kraftreserven sind langsam aufgebraucht und das Wetter ist sehr wolkig so mache ich mich auf den Weg ins Hotel, denn dort wartet ja die Sauna.

Also schnell noch die Snowboardsachen im Skiverleih deponiert (heutzutage hat man „Locker“ (Spint) mit Chipkarten.- cool!). Und ab ins Hotel. Nach der Sauna gehen ich in den Whirlpool und ein Pärchen aus La Spezia gesellt sich zu mir. Sie kann ein wenig englisch, ich ein wenig italienisch, so unterhält man sich nett und ….lange – da ich keine Badehose trage (wie ich es von Sauna gewohnt bin) – traue ich mich nicht aus dem Pool zu steigen. Nach einer weile wirds mir aber zu bunt (und die Haut zu schrumpelig, das Wasser hat bestimmt 50°) beiße ich in den sauren Apfel und wechsele den Pool. Das Pärchen scheint’s nicht zu stören sie folgen mir und die Unterhaltung geht weiter. Er erzählt er hätte bei Sampediarena gespielt, 1979 ( 1- Liga Italien). Dann hat er entweder beim Alter gemogelt oder die haben damals 15 Jährige mitspielen lassen :-). Zum Schluss noch eine Runde (römisches) Dampfbad. Zunächst teste ich eine Cocktail bar, hier treffe ich auf ein paar englischsprechende meines Alters und bekomme nach einer Weile ein Paar Rabattkarten für andere Lokale zugesteckt (man kennt das ja von Malle). Direkt unten drunter ist die AmericanBar, hier stehen hinterm Tresen zwei Jungs die mir schon beim Mittagessen auf der Jausenstation gesehen habe. Ich unterhalte mich ein wenig mit ihnen und „darf“ auch gleichmal einen selbst kreierten Drink testen (irgendwas mit Sahne, Erdbeere und Schnaps). Es kommt noch ein Daene hinzu. Mit dem beschließe ich eine Disco aufzusuchen, was sich nach einer 5min Taxifahrt (zum unverschaemtesten Preis jemals) als Fehlschlag herausstellt, nur Bedienpersonal anwesend. Wir nehmen zumindest einen Drink und unterhalten uns etwas mit den sardinischen „Gastarbeitern“. Es eine Italienische Stadt Namens Polonia, was mir erst später auffallen wird, mich dafür aber umso mehr wundert das eine Polin nur italienisch kann…, ein anderes Mädchen spricht ein wenig deutsch und erzählt von ihrem Deutschlandaufenthalt in Bielefeld …

Am nächsten Tag suche ich wenig verstört einen Supermarkt auf und mache mich dann auf dem weg zur Piste. Das Wetter ist Scheiße. Nebel, Wolken und Niederschlag (wenigstens Schnee und nicht Regen). Ich mache ein paar Abfahrten.

Bei einer mache ich noch mal Bekanntschaft mit Tiefschnee, teils motiviert von gestern, teils wegen der geringen Sicht (20-30m) und …bleibe stecken. Ich kämpfe mich aus der misslichen Lage was in ein neues Dilemma führt: Meine Jacke (untenrum ziemlich weit und hat keinen Bund) hat innen sowas wie Fell, hier „klebt“ nun am Rücken Schnee. Das reicht, ich will in Pool!
Dort angekommen und gerade am Auftauen kommen ein paar sardinische „Gastarbeiter“ (2m,2w) in den Wellnessbereich. Sie sind sehr nett und wir plaudern ein wenig. Anscheinend gibt es in Sardinien im Winter keine Arbeit was die Jugend zu Wanderarbeitern in der Gastronomie werden lässt… Ich treffe diese abends noch wider und sie laden mich auf ihr Zimmer ein, was mir recht ist da morgen schönes Wetter werden soll und ich einigermaßen früh raus will. Zwischenzeitlich habe ich noch einen verrückten Dänen beim Abendbrot kennengelernt der trotzt Hexenschuss „Heli-Ski’en“ gehen will , naja…Leute gibts?! 🙂


Donnerstag. Die Sonne scheint, es liegt frischer Schnee. Nachdem Frühstück, begebe ich mich gleich auf die Piste heute kann ich wohl den großen „Weißen Berg“ sehen.

Ich mache noch einen Abstecher bei den „Sardinischen Gastarbeitern“ auf eine Cola in „Christine“ und genieße sonst meinen letzten Tag dieses kurzen Ski-Ausflugs. Um 3 mache ich mich auf den weg nach Genua welches ich um 6 erreiche, trotzdem brauch ich noch ne Stunde durch die Stadt (hab die Suprelevata) verfehlt. Um zehn ist Nachtschicht.




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